Maria erscheint hier einem Kinde von zarten 14 Jahren, der Bernadette Soubirous. Maria hinterläßt hier nicht große Botschaften, oder Mahnungen, Sie hinterläßt ein Zeichen Ihrer Liebe, die Sie uns Menschen entgegenbringt. Die Quelle von Lourdes ist weltbekannt, viel diskutiert und die Weltgelehrten wollen nicht wahrhaben, was hier den Menschen geschieht, die sich in Liebe und Demut in die Hände Marias begeben um dort Heilung zu erfahren. Nicht selten wurden hier Menschen geheilt, die von Ärzten aufgegeben wurden. Die Dankesbriefe sind unzählig, die von den Menschen hinterlassen wurden, die hier das Wunder der Heilung aus der Quelle erfahren durften. Maria erscheint hier 18mal, so häufig, wie es vorher noch nicht geschehen ist.
Bernadette ist mit ihren jüngeren Geschwistern beim Brennholz sammeln im Wald, sie hörte hinter sich ein wundersames Brausen, als sie sich umblickte, sah sie, wie sich über einer nahen Grotte ein Rosenstrauch bewegte. Darüber erschien eine wunderschöne Frauengestalt, die Bernadette bat den Rosenkranz zu beten. Die Dame sprach immer nur das "Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist". Als Bernadette das Gebet beendet hatte verschwand die Frauengestalt wieder. Ihre Geschwister konnten jedoch von der Erscheinung weder etwas sehen noch hören.
Als Bernadette die Dame gesehen hatte, besprengte sie diese mit Weihwasser, das hatte man ihr gesagt, daß man so herausfinden könne, ob es vom Teufel kommt oder nicht, dabei rief sie "Wenn du von Gott kommst, dann nähere dich!", die Dame lächelte nur und nickte ihr zu.
Frauen haben dem Kind Tinte und Papier mitgegeben, damit die "Dame" als Beweis ihrer Echtheit etwas aufschreiben könne. Die Dame sagte daraufhin: "Es ist überflüssig aufzuschreiben was Ich wünsche. Mach Mir die Freude und komme vierzehn Tage lang täglich zu Mir her, Ich verspreche dir, dich glücklich zu machen, doch nicht in dieser Welt, aber in der anderen." Als Bernadette fragte, ob sie auch andere Menschen hierher mitbringen dürfte erwiderte die Liebe Dame :"Ja, sie mögen mit dir kommen. Sie und viele andere. Ich wünsche viele Leute hier zu sehen."
Bernadette geriet in Ekstase, was die skeptische Mutter, die
auch dabei war, von der Echtheit überzeugt hat und ihre Zweifel
hinwegwischte.
Bernadette berichtete, daß während der Erscheinung rufe aus dem
Erdinneren gekommen seien, Rufe wie "Rette dich, rette dich.",
die Dame blickte daraufhin mit drohender Mine in die Richtung wo
die Stimme hergekommen ist, und dann herrschte Ruhe.
Es waren schon viele Menschen anwesend. Bernadette wurde ein Gebet gelehrt, das aber nur für sie privat bestimmt ist, und sie nicht weitergeben solle.
Es war diesmal ein Arzt zugegen, der die Symptome der entrückten
Bernadette überprüfte. Ihr kamen die Tränen, als Maria sie
aufforderte "Bete für die armen Sünder, bete für die
kranke Welt."
Anschließend wurde Bernadette vom örtlichen Polizeikommissar
verhört, man wollte ihr verbieten weiterhin zum Erscheinungsort
zu gehen.
Die Dame rief nach Bernadette, worauf diese antwortete: "Hier bin ich." Die Dame gab Bernadette eine Belehrung die nur für sie bestimmt war: "Ich will dir ein Geheimnis mitteilen, ein Geheimnis, das nur dich allein betrifft und nur für dich allein bestimm ist. Versprich Mir, es niemandem zu sagen." Bernadette gehorchte und schwieg bis an ihr Lebensende.
Hier gab die Dame die einfache, aber doch so wichtige Botschaft; "Buße, Buße, Buße!". Anschließend wurde Bernadette ein Geheimnis mitgeteilt.
Wieder bekam Bernadette ein persönliches Geheimnis. Anschließend wurde Bernadette von der lieben Frau aufgefordert: "Nun trinke und wasch dich an der Quelle und iß von den Kräutern, die dort wachsen." Bernadette wollte sich schon auf den Weg machen, da im sichtbaren Umkreis keine Quelle zu sehen war. Maria zeigte aber auf den Boden der Grotte. Dort begann Bernadette dann mit den Fingern zu graben, die Stelle wurde feucht, sie trank von dem feuchten Schlamm, und aß von den Pflanzen, natürlich ekelte sie sich davor, aber sie gehorchte. Einige der Anwesenden hielten sie für verrückt. Doch sollten sie eines besseres belehrt werden. Bald plätscherte eine kräftige Quelle aus der Grotte, die seither vielen Menschen Heilung gebracht hat.
Maria fragte Bernadette: "Willst du Buße tun für die armen Sünder?", das Kind bejahte dieses. "Dann küsse die Erde zur Buße für die Sünder."
Es geschahen in der Hauptsache Heilungen.
Maria wiederholte den Wunsch nach einer Kapelle, Sie hatte noch einen weiteren Wunsch: "Ich will, daß man in Prozessionen hierherziehe."
Bernadette wusch sich mit Marienwasser, aß von den Pflanzen und berichtete der Dame, daß der Pfarrer erst dann glaubt, wenn der Rosenstrauch in der Grotte blühen würde.
Bernadette fragte die Dame drei mal nach Ihrem Namen. Sie öffnete ihre Hände und faltete sie wieder, während Sie folgendes sprach: "Ich bin die unbefleckte Empfängnis!". Bei den anwesende brach großer Jubel aus, als Bernadette diese Botschaft allen erzählte, sei selbst wußte in ihrer kindlichen Einfalt gar nicht, was das bedeutet hat. Der Pfarrer fand in dieser Aussage einen Fehler; "Sie konnte dies nicht sagen, denn sie ist nicht ihre eigene Empfängnis." Daraufhin sandte er einen negativen Bericht über die Erscheinungen an den Bischof.
Bernadette hielt während der Erscheinung ein Kerze direkt unter ihrer Hand. Anschließend konnte keine Verletzung an der Hand von Bernadette festgestellt werden.
Maria erschien in strahlender Schönheit. Maria sprach nicht, sie lächelte Bernadette zu, die sich dem anmutigem Anblick hingab. Es war ein wunderschöner Abschied für Bernadette von dem sie oft mit Begeisterung sprach.